Juchu! Internet ist zurueck!!
Hier ist mein Fussball beitrag zur letzten Woche:
Alles schaut auf 2010. WM in Südafrika. Am Wochenende durfte ich schon einen Vorgeschmack auf das Gefühl, das hoffentlich jeder mit nach Hause trägt, der ein Spiel im Stadion miterlebt, erhalten. Da vergisst man, dass das Stadion noch so seine Zeit braucht, der Verkehr absolut miserable ist wegen der ganzen Baustellen für eine bessere Infrastruktur und das Südafrikanische Team nicht gerade in seiner Höchstphase ist...
Ein wunderschöner Sonntag-Nachmittag. Die Sonne scheint, es ist warm und Caro und ich sind auf dem Weg zur Hoërskool in Nelspruit. Auf dem Programm steht das Mädelsteam der U15 NRW gegen das selbige aus Südafrika und das gleiche nochmal mit den U17.
Geplant war das riesen Event. Überall standen Polizisten, Sanitäter. Balljungen...
“Gefüllt” war letztendlich nur eine Tribüne, aber schlimm war das nicht - laut genug war´s trotzdem.
Die beiden Spiele fingen jeweils ganz offiziell mit dem Singen der Nationalhymnen an. Gesungen hat der Chor der Schule und - Respekt – wir haben schon die lustigsten Erlebnisse gehabt, weil hier keiner die Umlaute, besonders das Ü, aussprechen kann, aber die haben das wirklich gut hinbekommen! Und unsere Hymne ist ja voll davon: Blüh´, Glück, für, brüderlich...
Ich muss aber sagen, dass wir gegen Südafrika bei weitem nicht ankommen. Zumindest, was die Hymne betrifft, die ist super schön.
Naja, dafür konnten wir woanders punkten.

Obwohl es echt hart für die deutschen Mädels gewesen sein muss bei der Hitze zu spielen, haben sie sich verdammt gut geschlagen. Beide Spiele wurden mit Abstand gewonnen, was vielleicht mit unter
an der Trainerin unserer Weltmeisterinnen Silvia Neid lag.
Aber, was das Spiel erst richtig interessant gemacht hat, waren eigentlich die Zuschauer, zu denen auch die gesammelte Mannschaft Coaches des diesjährigen Fussballprojektes der scouts gehörte. Bei den deutschen Toren gab es einen etwas verloren wirkenden Applaus von Caro und mir und den gerade nicht spielenden Mädels.
Wurde allerdings mal von südafrikanischer Seite ein Tor geschossen - Eish – da war der Pott am kochen dran ;-)
Alles war ausser sich und sang, tanzte, blies mit vollstem Elan in die Vuvuzela etc. Das ist ein einmaliges Gefühl mitten darin zu stehen, dass könnt ihr mir glauben!
Und auch wenn gerade niemand auf dem Platz war, oder schon lange kein Tor mehr gefallen ist, gab´s viel Cheerleading à la Roverchior.
Ich hab´s mir nicht nehmen lassen mich von dem Entusiasmus mitreißen zu lassen, natürlich nur in den intermezzi, denn bei einem Tor kann ich mich ja nicht für´s falsche Team freuen.
Trotzdem fragt man sich jetzt schon, für wen man denn im nächsten Jahr sein soll...
Das sind die Momente, in denen man merkt, weshalb man hier ist!!!