Nur mal so als Anmerkung nebenher: Meine Kamera hat direkt von Anfang an rumgezickt, weil sie eine ganz „kleine“ Welle abbekommen hat, also musste ich teilweise einfach damit leben, dass ich den ein oder anderen Ort einfach so in Erinnerung halten muss. Das heißt für meine Leser, dass nicht jeder beschriebene Ort auch illustriert dargestellt werden kann.
Naja wir waren ja glücklicherweise zu zweit unterwegs, sodass ich nicht ganz verloren war!
Aaaalso, versuchen wir die Reise mal zu rekonstruieren.
Wo war ich? Die letzte Nachricht habt ihr aus Plettenberg bekommen. Knüpfen wir dort direkt mal an. Im Reiseführer wurde es beschrieben als das Saint Tropez Südafrikas und diese Einschätzung kommt der Realität auch sehr nahe. Dazu war´s noch bewölkt... Naja, immerhin hatten wir ein tolles backpacker und es gab einen Flohmarkt :-) Viel mehr braucht es ja auch nicht, oder?
Mit unseren roten Santa-Mützen auf dem Kopf ging es dan in unserem genauso roten Schlitten auf die Fahrt nach Knysna, unserem Ziel für Weihnachten 2009. Unterwegs kamen wir dann in Wilderness vorbei. Einer Gegend, die zum größten Teil aus Nationalpark besteht. Dementsprechend war ein kurzer Halt es auf jeden Fall wert. Ein wunderschöner Strand mit vielen Bergen und tollen Pflanzen drum rum und von überall her kamen Paraglider geschwebt...
Knysna, DIE Adresse, wenn es um Austern-Essen geht. Auch wenn wir uns dieser besonderen Spezies nicht widmeten, gab es auch so eine große Auswahl an Meeresfrüchten. Da es ja Weihnachten war, haben wir es uns gegönnt eines der Restaurant auch mal von innen anzuschauen... Es war wirklich sehr lekker (nein, hier legt kein Schreibfehler vor).
Es ist und bleibt ein Ferienort für die reichere Bevölkerung Südafrikas, so wie Jeffrey´s Bay der Ort für die Surfer des Landes ist. Aber das heißt ja nicht, dass unsereins dort verloren war. Mit einer Bootsfahrt zu den bekannten „Heads“, zwei Gesteinsformationen die natürlich teil eines Nationalparks sind, und einem Spaziergang bis ganz an die Ecke des einen „head“s (wo wir uns dann auch ein schönes, kühles Savanna leisteten) war es ein erfolgreicher Weihnachts-Nachmittag.
An sich ist Knysna wirklich schön, auch wenn dieses Wort bei einer Beschreibung der Garden Route ein wenig inflationär benutzt wird...
Abends ging es dann in die uns als solche angekündigte Partyhochburg der ganzen Küste: dem Buffalo Bay Backpacker.
Direkt in Buffalo Bay, mit dem nun wirklich schönsten Strand weit und breit. Sand, Dünen, Felsen, Wellen, alles was das Herz begehrt. Wie wir im Nachhinein erfuhren, haben vor einer Weile die Besitzer gewechselt, was bewirkte, dass diese Unterkunft für „budget“/Rucksack-Reisende ihrem Ruf nicht mehr so wirklich gerecht wird. Unfreundliche Bedienung und die Kundschaft würde ich jetzt auch nicht direkt als die Party People vom Dienst bezeichnen....
Wir kamen uns dort ein wenig verloren vor, aber wir hatten dann Gesellschaft von ein paar nahezu redsamen Schweizern bekommen.
Direkt in Buffalo Bay, mit dem nun wirklich schönsten Strand weit und breit. Sand, Dünen, Felsen, Wellen, alles was das Herz begehrt. Wie wir im Nachhinein erfuhren, haben vor einer Weile die Besitzer gewechselt, was bewirkte, dass diese Unterkunft für „budget“/Rucksack-Reisende ihrem Ruf nicht mehr so wirklich gerecht wird. Unfreundliche Bedienung und die Kundschaft würde ich jetzt auch nicht direkt als die Party People vom Dienst bezeichnen....
Wir kamen uns dort ein wenig verloren vor, aber wir hatten dann Gesellschaft von ein paar nahezu redsamen Schweizern bekommen.
Mit ausgiebigen Sternegucken (ein sehr genialer Himmel dort an der Küste vom Nirgendwo ohne Beleuchtung drum herum) und einer kleinen Bescherung ging es ab in die Koofe.
Unser Blick beim Frühstück am nächsten Morgen:
Weiter ging es nach Mosselbay. Unterwegs machten wir einen „kleinen“ Abstecher durch die Klein Karoo nach Oudtshoorn mit seinen vielen Straußenfarmen. Anstatt uns eine dieser anzuschauen (was ein wenig daran gelegen haben mag, dass der 25.12. ein Feiertag ist...) ließen wir uns eine Führung durch die „Cango Wildlife Ranch“ geben. Der Gruppe von Ladies und Gentlemeeeeeen wurden dann die Schätzchen des Zoos gezeigt. Krokodile, weiße Tiger, Geparden etc pp, auch King Julian bekamen wir mal life zu Gesicht. Zu einem „geringen“ Aufpreis hätte man seine Lieblinge auch mal anfassen können oder in einem Käfig in das Krokodilbecken tauchen. All die Dinge, die das Touri-Herz höher schlagen lassen. Ich muss ganz persönlich sagen, dass ich da unsern schönen Krugerpark vorziehe, auch ohne Körperkontakt mit den Bewohnern.
In Mosselbay selbst wohnten wir in der Santos Express Train Lodge. Einem Zug, der an den Strand gestellt und dort zum backpacker umfunktioniert wurde. Unsere Dorm (Mehr-Hochbett-Zimmer) teilten wir uns mit ein paar anderen Deutschen und natürlich auch wieder einem Schweizer. Alle mit dem gleichen Problem: Wie schafft man es bei so wenig Platz und mit so wenig Utensilien ein annehmbares Abendessen zu zaubern? Naja, we made a plan :-)
Mit einem Ausflug zur Robbeninsel, bei unruhigem Seegang und einem Besuch beim Post-Tree (oder auch Posboom) Museum, wo der baum steht, an oder bei dem möglicherweise ein Reisender von dem Tod Bartomlomäus Dias´ Nachricht hinterlies, einem kurzen Sprung in das nahuzu warme Meer und einem netten Abend im „Patricks“ und einem anderen netten Abend im „Carouso“ hatten wir eine echt gute Zeit!
Das letzte Ziel sollte dann Kapstadt sein. Glücklicherweise haben wir dann aber doch einen „Rast“ zwischendurch gemacht: Hermanus. Wenn man je von diesem kleinen Ort gehört haben sollte, dann war es, weil er bekannt ist für´s Whalewatching. Allerdings kam und auch nach zwei Stunden auf den Ozean starren, keiner unserer großen Freeeeuuunnnndeeeee (dies sei bitte mit walischer Aussprache zu lesen) vor die Linse (die Linse, die genau an diesem Ta vollkommen streikte).
Also wenn es einen Ort in Südafrika gibt, an dem man auf jeden Fall mal gewesen sein muss, dann ist es eindeutig Hermanus. Überall hört man nur, „wenn du den Abstecher machen willst, dann fahr dort hin“, oder „dieses backpacker...“, immer mit verträumtem Blick. Ich gebe zu, dass ich in Zukunft auch einer dieser Menschen werde. Es ist einfach das genialste backpacker, das man sich so vorstellen kann mit verdammt tollen Menschen. Man kann auch den ganzen Tag nur dort bleiben! Was uns aber nicht davon abhielt in den Atlantik (jaaa, wir hatten den Ozean gewechselt) zu springen oder wie gesagt (oder eher geschrieben) stundenlang auf´s Meer zu schauen, direkt an den Felsen....
Einfach nur GENIAL! Ein wunderbarer Abschluss für unsere Reise an der Küste entlang.
Am Morgen danach ging es dann auf zur nächsten Großstadt, wo auch Jana zu uns stieß. Aber mehr dazu beim nächsten Mal.
Ein kleiner Besuch bei unsern Freunden in Betty´s Bay war aber noch drin. :-)
Pitsch
Patsch
In Diesem Sinne: Schöne am liebsten wieder zurückwollende Grüße!
P.S.: Die gesamte Reise hindurch hatten wir übrigens nur Radio mit K Fm ninty-four-point-five, oder eine CD von den Parlotones, auf der nur die ersten 5 Lieder funktionierten (Siehe blog-Titel)...
Push me to the floor.... :-)
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
AntwortenLöschenBin so neidisch auf die Pingus und sehr gespannt auf die nächsten Eindrücke, es macht Spaß deine Berichte zu lesen, wird einfach nicht langweilig lg Gabi
AntwortenLöschensooooo, besser wird's nicht
AntwortenLöschen